Geglückter Auftakt zu den Feierabenddiskussionen

Am Donnerstag 14. Februar traf sich die FDP Altdorf mit interessierten und fachkundigen Gesprächspartnern im Hotel zum Schwarzen Löwen in Altdorf. Die erste Feierabenddiskussion drehte sich um das Thema Wohnen im Alter. In einer angeregten Diskussion behandelte man Formen von altersgerechtem Wohnen und den Herausforderungen im Alltag, die sich daraus ergeben.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Frage nach Wohnen im Alter in Zukunft immer mehr ein Gesprächsthema sein wird. Rund ein Drittel der Urner Bevölkerung ist im Rentenalter, dies entspricht einem im Schweizer Durchschnitt übermässigen Verhältnis. Da die Gemeindeinfrastrukturen für betreutes Wohnen in Altdorf begrenzt sind und hohe Kosten generieren, werden alternative Lösungen in naher Zukunft zwingend umzusetzen sein.

Die Meinungen für den Lösungsansatz drifteten bei den Gesprächsteilnehmern etwas stärker auseinander. Einerseits wurde hervorgehoben welch wichtigen Anteil immer noch die Betreuung durch Familienmitglieder ausmacht. Andererseits erwähnte eine fachkundige Rednerin die Alternativbetreuung, wie sie z.B. durch das SRK kostenlos erbracht wird, als mögliche Lösung für eine erweiterte Betreuung betagter Menschen, welche nicht in einem Alters- und Pflegeheim wohnen. Diese Betreuung beinhaltet keinerlei Pflege, sondern zielt auf ein intaktes soziales Umfeld.

Nach einer sehr kurzweiligen Diskussion hat die FDP ein Fazit aus den eingebrachten Kenntnissen gezogen: Neben der Pflege und dem Führen des Haushaltes ist es für Leute in fortgeschrittenem Alter auch wichtig den sozialen Kontakt zu wahren. Aufgaben wie Einkaufen oder Wäsche machen, welche nicht durch Krankenkassen gedeckt sind, müssen auch bei eingeschränkter Mobilität weiterhin gewährleistet werden. Für diese Aufgaben fehlt zur Zeit eine gesetzliche Grundlage um Institutionen, welche sich das Ziel gesetzt haben die Schranken für einen möglichst langen Aufenthalt in den eigenen vier Wänden zu überwinden, zu unterstützen.

Um die Gemeinden vor finanziellen Problemen zu bewahren, muss das Ziel eines Wohnens in den eigenen Wänden bis ins hohe Alter gefördert werden. Um dies umsetzen zu können müssen Anreize geschaffen werden. In welcher Art und Weise diese Anreize sein könnten, wird sich die FDP Altdorf in den kommenden Wochen positionieren.